Nachsorgeübergang und MNA-Konzepte (Monitored Natural Attenuation)

Wir arbeiten daran, langlaufende Sanierungen komplexer Altlastenstandorte schrittweise in eine Nachsorgephase zu überführen, in der verstärkt natürliche Abbau- und Stoffrückhalteprozesse (NA-Prozesse) zur Schadensminderung genutzt werden. Hierzu setzen wir Sanierungsaudits ein, die die Erreichbarkeit genehmigter und ggf. verminderter (weniger strenger) Sanierungszielwerte mit Technologie-Szenarien untersucht. Dabei werden Risiken, die von den verbleibenden Boden- und Grundwasser-Schäden noch langfristig ausgehen, schutzgutbezogen bewertet, Prognosen der Schadensentwicklung erstellt und bedarfsweise Rückfall-Technologiekonzepte zur Risikoabsicherung ergänzt. Schwellenwerte zur Kontrolle integraler und singulärer Schadenskriterien werden methodisch hergeleitet und stoffspezifisch begründet vorgeschlagen.

An ein transparentes (Bearbeiter-unabhängig prüfbares) MNA-Konzept werden bezüglich des Erkundungsstands sowie der Erkundungsstandards, des Standort- und Prozessverständnisses, aber auch bezüglich der genehmigungsrechtlichen Belange hohe Anforderungen gestellt. Um diese Hürde meistern zu können, haben wir am GFI spezielle Algorithmen entwickelt und bereits mehrfach erfolgreich angewendet.